WSH SPIRALFORM / WSH SPIRALFORM PLUS
WSH SPIRALFORM ist eine gewindeformende Schraube nach DIN 7500 und DIN 267-30 mit spiralförmig angeordneten, höckerartigen Erhebungen. Der Gewindequerschnitt ermöglicht eine volle Flankenüberdeckung und damit eine höhere Tragfähigkeit. Da der Formvorgang auf geringe Teilbereiche des Gewindeumfangs begrenzt ist, entsteht das für WSH SPIRALFORM charakteristische niedrige Furchmoment.
WSH SPIRALFORM PLUS ist eine Weiterentwicklung der WSH SPIRALFORM® mit verbesserten Montageeigenschaften für die automatisierte Verarbeitung. Die optimierte Form dient zum Zentrieren und Ausrichten der Schraube auch bei Schrägansatz. Dadurch entstehen gleichmäßigere und geringere Eindrehmomente.
Kurze Kuppe: Die Länge bis zum vollen Gewinde beträgt ca. 1,5 P. Diese Ausführung wird in der Regel bei sehr kurzen Schrauben eingesetzt und ermöglicht eine maximale Gewindelänge bei eingeschränktem Ansetzverhalten. Das Werkstück sollte zum besseren Ansetzen eine Fase aufweisen.
Lange Kuppe: Die Länge bis zum vollen Gewinde beträgt max. 4 P. Die Ausführung bietet eine sehr gute Zentrier- und Einführhilfe. Zum Ansetzen wird keine Fase am Bauteil benötigt. Sie eignet sich für die automatische und manuelle Montage.
Plus mit axialem Ausrichtzapfen: Die Länge bis zum vollen Gewinde beträgt max. 4 P in der Standardausführung und max. 3 P in der Sonderausführung. Die optimierte Form dient zum Zentrieren und Ausrichten der Schraube auch bei Schrägansatz. Dabei wird die Schraube in der Bohrung selbsttätig aufgerichtet und zentriert. Dies führt zu gleichmäßigeren und geringeren Eindrehmomenten. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich die Ausführung auch sehr gut für den Einsatz in Leichtmetall.
WSH TRILO
WSH TRILO ist eine gewindeformende Schraube nach DIN 7500 und DIN 267-30 mit trilobularem Querschnitt. Die TRILO-Schraube besitzt über die gesamte Länge eine relativ stark ausgeprägte dreiseitige Gleichdickform. Der Formvorgang wird dadurch auf geringe Teilbereiche des Gewindeumfangs begrenzt, woraus ein niedriges Furchmoment resultiert. Die Furchspitze erstreckt sich über die ersten 2–3 konisch zulaufenden Gewindegänge und besitzt voll ausgeprägte Gewindespitzen. Die kurze Furchspitze ermöglicht eine kompakte Bauweise der zu verschraubenden Werkstücke.
WSH TRILO PLUS
WSH TRILO PLUS ist eine Weiterentwicklung der TRILO-Gewindefurchschraube. Die Montageeigenschaften für die automatisierte Verarbeitung wurden hinsichtlich des selbstständigen Zentrierens und des optimalen Ausrichtens der Schraube beim Eindrehen optimiert. Die Furchspitze erstreckt sich über 3–4 Gewindegänge.
WSH VR / WSH VRI
WSH VR ist eine gewindeformende Schraube nach DIN 7500 und DIN 267-30 mit vollrundem Gewindequerschnitt. Dieser ermöglicht eine volle Flankenüberdeckung und damit gegenüber unrunden Querschnitten eine höhere Tragfähigkeit.
WSH VRI ist eine spezielle Ausführung der vollrunden gewindeformenden Schraube mit zusätzlich induktiv gehärtetem Furchbereich für die Direktverschraubung in Bauteilwerkstoffe mit Härtewerten bis 150 HV 30 – daher der Zusatz „I“. Durch gezielte Anpassungen kann auch ein Einsatz bei höheren Härtewerten erreicht werden. Diese Ausführung entspricht DIN 267-31.
Der Formvorgang ist auf geringe Teilbereiche des Schraubenanfangs, die Furchzone, begrenzt. Dieser Bereich besitzt eine besondere Flankengeometrie bei kreisrundem Querschnitt. Der effizient arbeitende Formbereich führt zu gleichmäßigen und geringen Eindrehmomenten. Niedrige Furchmomente in Verbindung mit hohen Anziehdrehmomenten erhöhen die Prozesssicherheit der Verschraubung und die erreichbaren Vorspannkräfte.
Die Länge der Furchzone LF beträgt bei der Standardausführung max. 4 × P. Bei den Ausführungen VR5 und VR6 verlängert und verjüngt sich dieser Bereich aufgrund einer optimierten Ansatz- und Zentrierfunktion.
Vorteile im tragenden Bereich mit kreisrundem Querschnitt im oberen Toleranzfeld:
WSH DBS 60
WSH DBS 60 ist eine gewindeformende Dünnblechschraube mit 60° Flankenwinkel und konischem Gewindeanfang mit kleinem Spitzendurchmesser. Die besondere Formgebung des Schraubenendes erzeugt beim Einschrauben in ein vorgefertigtes Kernloch eine Art Durchzug mit Innengewinde. Dieser ermöglicht eine größere Gewindeüberdeckung und kann eine Schraube mit metrischem ISO-Gewinde aufnehmen. Die DBS 60 wird dort eingesetzt, wo Blechschrauben nicht ausreichend rüttelsicher sind oder deren Anziehdrehmomente und die damit erzielten Klemmkräfte nicht ausreichen.
Hochfest vergütete Schrauben der Festigkeitsklasse 10.9 nach DIN 267-30 werden in Fügeteilen aus duktilen Werkstoffen wie Aluminium, Kupfer und deren Legierungen mit einer Härte von max. 130 HV10 oder 124 HB eingesetzt.
Einsatzvergütete Schrauben nach DIN 7500 werden eingesetzt in Fügeteilen aus legierten Stählen bis ca. 600 N/mm².
Hochfest vergütete Schrauben der Festigkeitsklasse 10.9 mit zusätzlich induktiv gehärtetem Furchbereich werden in Fügeteilen aus legierten Stählen eingesetzt. Bei höheren Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit der Verbindung und bei schwingender Beanspruchung kommen sie anstelle einsatzvergüteter Schrauben zum Einsatz.
Darüber hinaus empfehlen wir, unsere Produktentwicklung einzubeziehen, damit die jeweilige Ausführung auf die besonderen Einsatzbedingungen abgestimmt werden kann.
Unsere Anwendungstechniker unterstützen bei der Optimierung der Schraubverbindung und berücksichtigen dabei insbesondere den Oberflächenzustand von Schraube und Bauteil sowie die werkstoffliche und geometrische Beschaffenheit des Bauteils.